WE WON'T LET IT GET US DOWN —
LET'S BEAT CORONA. 

(English below)

Nun ist also schon fast die Hälfte dieses irren Jahres rum und die Turbulenzen, die es mit sich brachte, haben uns alle weiterhin fest im Griff. Auch wenn immer mehr Lockerungen und Annäherungen an eine Normalität einen Alltag wieder ermöglichen sollen, ist für uns als Kulturbetrieb noch kein Land in Sicht. Dennoch ist viel passiert: Dank Eurer Hilfe war unsere Crowdfunding-Kampagne ein großer Erfolg und wir konnten einen Teil unseres Teams mit neuen Aufgaben weiter beschäftigen.

Doch zunächst nochmal einen großen Dank an alle Unterstützer*innen, die uns mit einem Obolus bei Startnext geholfen haben. Wir konnten über 60.000 € einsammeln. Ein großes Dankeschön auch an alle mitwirkenden Freund*innen und Partner*innen, die uns mit ihren Goodies unterstützt haben: BPitch, SYNOID, Selected Berlin, Mechatronica, Mother’s Finest, Inhalt der Nacht, Haven Int. und Wolfgang Tillmans Initiative #2020Solidarity.

Die Fundingsumme hat dazu beigetragen, unserem Team und uns finanziell etwas Luft zu verschaffen. Ohne die Einnahmen aus dem regulären Kultur- und Veranstaltungsbetrieb hätten wir fast alle Mitarbeiter*innen entlassen müssen, da die laufenden Kosten für Büroräume, Inventareinlagerung und Auf- und Ausbau unserer neuen Betriebsstätten eine enorme Belastung darstellen. Glücklicherweise können wir auf zahlreiche Talente in unserem Team zurückgreifen. So wanderten unsere Bar- und Garderobenkräfte, Runner, Cleaner und Techniker kurzerhand an Näh- und Siebdruckmaschine, Pinsel und Zollstock und halfen an allen Ecken und Enden neue Läden aufzubauen.

Das Ergebnis ist unter anderem unsere erste Merchandise-Kollektion, die unser altes Zuhause an der Sonnenallee feiert. Dabei haben wir bei der Auswahl der Textilien und der Herstellung auf Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit geachtet. Unsere Shirts sind aus biologischer, fairer und dazu ausschließlich unter Nutzung erneuerbarer Energien produzierter Baumwolle, die unsere Mitarbeiter von Hand bedruckt haben. Unsere Masken aus Öko-Textilien sind nicht nur selbst bedruckt, sondern komplett handgefertigt. Alle limitierten Teile sind ab heute im Webshop unseres Plattenladens, Latitude Record Store, erhältlich.

So now almost half of this crazy year is over and the turbulence it has brought with it continues to have us all firmly under control. Even if more and more relaxation of regularities and approaches to normality are supposed to make everyday life possible again, there is still no end in sight for us as cultural workers. Nevertheless, much has happened: Thanks to your help our crowdfunding campaign was a great success and we were able to keep part of our team busy with new tasks.

But first of all a big thank you to all supporters* who helped us with a contribution to Startnext. We could collect more than 60.000 €. A big thank you also to all friends and partners who supported us with their goodies: BPitch, SYNOID, Selected Berlin, Mechatronica, Mother's Finest, Inhalt der Nacht, Haven Int. and Wolfgang Tillmans Initiative #2020Solidarity.

The funding has helped to give our team and us some financial breathing space. Without the income from regular cultural and event operations, we would have had to lay off almost all of our employees*, as the running costs for office space, inventory storage, and the construction and expansion of our new premises are an enormous burden. Fortunately, we are able to draw on numerous talents in our team. For example, our bar and cloakroom staff, runners, cleaners, and technicians quickly migrated to sewing and screen printing machines, brushes, and folding rulers and helped to set up new shops at every turn.

The result is, among other things, our first merchandise collection, which celebrates our old home on Sonnenallee. We paid attention to sustainability and environmental friendliness in the selection of textiles and production. Our shirts are made of organic, fair, and exclusively renewable cotton, which our employees have printed by hand. Our masks made of eco-textiles are not only self-printed but completely handmade. All limited pieces are available from today in the webshop of our record store, Latitude Record Store.

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TAKE ME BACK TO OUR SPACES 

Griessmuehle Livestream
here on our website or 
on Facebook & YouTube

FR 08.05.2020 

RUNNING ORDER

18:00 – 19:00   ALVA b2b IZZI BIZZI
19:00 – 20:00   LOKIER
20:00 – 21:00   CLARA CUVÉ
21:00 – 22:00   ACIERATE
22:00 – 23:00   PARALLX
23:00 – 00:30   ELLEN ALLIEN b2b HÉCTOR OAKS
00:30 – 01:30   INHALT DER NACHT
01:30 – 02:30   ECHOES OF OCTOBER

(English below)
Die beste Nachricht vorweg: Die Griessmuehle hat eine neue Bleibe gefunden! Wann wir uns dort wiedersehen werden, steht noch in den Sternen. Trotzdem fachen wir die Vorfreude an, erobern unsere Freiräume zurück und bringen die Party zu euch nach Hause. Wir bedanken uns bei allen, die uns seit der Schließung so tatkräftig unterstützt haben. Über den Berg sind wir aber noch lange nicht: Mit einer neuen Location stehen wir wieder vor zahllosen Herausforderungen. Vor allem die finanziellen Belastungen, die mit dem Ausbau des neuen Clubs und dem Umzug aus Lagern und Exil-Locations einhergehen, werden immens. Daher sind wir weiter auf euren Support angewiesen: Stöbert nochmal in unserer Crowdfunding-Kampagne, bevor sie am Sonntag endet und sichert euch Tickets zur exklusiven Supporterparty mit unseren Resident-DJs in der neuen Location. Wir lassen euch sofort nach dem Shutdown wissen, wann die Party steigt!

First things first: Griessmuehle has found a new home! However it's still uncertain when we will meet there again. Nevertheless, we make the wait more striking, we reclaim our spaces and bring the party to your home. We would like to thank everyone who has supported us so energetically since the closing. But we're not out of the woods yet: With a new location, we are once again facing countless challenges. Above all, the financial burdens associated with the expansion of the new club and the move from storage and exile locations will be immense. Therefore we are still dependent on your support: Browse through our crowdfunding campaign again before it ends on Sunday and get tickets for the exclusive supporter party with our resident DJs at the new location. We'll let you know immediately after the shutdown when the party will take place!

Pressemitteilung
Berlin, 27.03.2020

Am Morgen des 3. Februars 2020 verstummten die Lautsprecher der Griessmuehle in der Sonnenallee. Nach langen und zähen Verhandlungen und Protesten mussten wir den Betrieb erstmal einstellen. Zu unserem großen Glück boten uns die Alte Münze in Berlin-Mitte und der Polygon Club in Berlin-Lichtenberg die Unterstützung an unser Programm temporär in ihr eigenes Programm zu integrieren. In nur wenigen Tagen wurde die nötigste Ausstattung und das wesentliche Equipment am alten Standort ab- und in die Übergangs-Locations wieder aufgebaut. So konnte ein fast nahtloser Übergang im Exil möglich gemacht werden. An dieser Stelle nochmal vielen, vielen Dank an die Betreiber und das Team der beiden Veranstaltungsorte für die schnelle und umfangreiche Hilfe.

So konnten wir im Februar einen Großteil unseres Programm an den temporären Standorten weiter betreiben und die Arbeitsplätze fast all unserer Mitarbeitenden sichern. Eine Vielzahl von freiwilligen Helfenden unterstützte unser Team uns bei dem gleichzeitigen Ab- und Rückbau vom alten Gelände in der Sonnenallee. Ein dutzend LKW-Ladungen und ebenso viele Container wurden mit Hilfe unseres Freundes und Partners HZ-Logistik in kurzer Zeit vom Gelände transportiert und eingelagert. Auch an dieser Stelle gilt ein besonders herzlicher Dank allen, die uns bei dieser schwierigen Aufgabe unterstützt haben: Freunde, Freiwillige und unserem Team.

Die Verhandlungen mit dem Eigentümer unseres ehemaligen Geländes an der Sonnenallee, der S IMMO, über eine Rückkehr in Form einer Zwischennutzung oder Integration in das geplante Bauvorhaben sind aufgrund der Corona-Pandemie bis auf weiteres ausgesetzt.

Eine neue langfristige Bleibe ist zwar in Aussicht und befindet sich zurzeit in finaler Abstimmung, bedarf dann aber auch hoher Investitionen, um dort starten zu können. Zumal nun nicht absehbar ist, wann dies überhaupt wieder möglich sein wird.

Anfang März, gerade knapp einen Monat im Exil: Der Schreck vom Verlust des Standortes war noch nicht komplett verdaut, der Wirbel und der Staub vom schnellen Umzug hatten sich noch nicht vollends gelegt und Abläufe und Handgriffe in den kurzfristig eingerichteten Übergangslösungen saßen noch nicht gänzlich, als uns und allen anderen Veranstaltungsbetrieben in Berlin ein Rückschlag ungeahnten Ausmaßes traf – der Ausbruch der Corona Pandemie. Binnen weniger Tage wurden zur Verlangsamung der Ausbreitung des Virus' alle öffentlichen Veranstaltungen untersagt und somit die Quelle unserer Einnahmen gekappt. 

Selbstverständlich hat die Gesundheit aller, unserer Gäste und unserer Mitarbeitenden oberste Priorität. Wir sind uns als Akteure der Veranstaltungsbranche der Risiken von Menschenansammlungen bewusst, weshalb wir sofort bei Ausbruch des Virus' an Schutzmaßnahmen gearbeitet haben. 

Die damit einhergehenden wirtschaftlichen Folgen der Einschränkungen, sind für uns eine erhebliche finanzielle Bedrohung, denn schon mit der Auflösung unseres alten Kunst- und Kulturstandortes und dem Umzug ins Exil gingen erhebliche Kosten einher. 

Wir als Kulturbetrieb Griessmuehle sind nicht in erster Linie auf Profitmaximierung ausgerichtet. Das breit aufgestellte Programmangebot, das möglichst diverse Akteure und Projekte mit einbeziehen zu versucht, hat zur Folge, dass ökonomisch starke Veranstaltungen kleinere Nischenangebote querfinanzieren müssen, sonst wäre vielfältige Kultur nicht möglich.

Ohne die  Fortführung unseres Programmes ist es uns nicht möglich unsere anfallenden laufenden Kosten zu decken.

Nachdem wir mit den Folgen der Verbote von den Behörden alleine gelassen wurden, bildete sich unter den Berliner Clubs und Kulturstätten und durch Antrieb der Berliner Clubcommission, die sich für die Interessen der Veranstaltungsorte einsetzt, eine Task Force. In schnellen und engen Abstimmungen konnten erste Maßnahmen gemeinschaftlich angegangen werden. So konnte unter dem Motto “United We Stream” in wenigen Tagen eine Online-Plattform geschaffen werden, um das Berliner Kulturprogramm der Clubs live im Internet zu übertragen und auch ohne Publikum fortsetzen zu können. Ein gleichzeitig gestarteter Spendenaufruf soll ein erstes helfendes Polster für die kommenden ungewissen und harten Wochen schaffen. Das wäre ohne den solidarischen Zusammenhalt der Clubbetreibenden und deren Teams, sowie dem Engagement der Clubcommission und der ehrenamtlichen Tätigkeit von Organisationen wie Reclaim Club Culture, nicht möglich gewesen. Vielen Dank allen unermüdlichen Hilfskräften, die in wenigen Tagen so viel geleistet haben!

Da wir uns nun aufgrund der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit in unsicheren Fahrwassern bewegen und keine Möglichkeiten haben mit unserem Kultur- und Veranstaltungsprogramm fortzusetzen, gehen uns unsere finanziellen Rücklagen aus. Die laufende Kosten für Personal, Miete, Lagerung und der Auf- und Ausbau unserer neuen Betriebsstätten können wir nicht weiter aus eigener Kraft decken. Das Überleben der Griessmuehle und des Latitude Record Stores und der damit verbundenen Arbeitsplätze hängt am seidenen Faden. 

Wir werden alles in unserer Macht stehende versuchen und unternehmen, um unseren Betrieb durch diese Krisenzeit möglichst unbeschadet und verlustarm zu bringen. Dennoch sind wir realistisch und müssen uns eingestehen, dass wir das aus eigenen Mitteln nicht schaffen werden. Daher sind wir auf unmittelbare und sofortige finanzielle Hilfe angewiesen. Wir haben dank der Unterstützung langjähriger Wegbegleiter*innen, Veranstaltenden und Promotern und aus der Auflösung unseres ehemaligen Standortes eine Vielzahl von emotional aufgeladenen Goodies zusammengestellt, die wir gegen einen Obolus auf unserer Projektseite auf Startnext anbieten. Wir bitten alle Sympathisant*innen, Freunde und Gäste diese ungewisse Zeit gemeinsam mit uns durchzustehen und uns mit einem finanziellen Beitrag unter die Arme zu greifen. Wir werden es Ihnen ewig danken!

Press release
Berlin, 27th March 2020

In the morning of February 3, 2020, the loudspeakers of Griessmuehle at Sonnenallee fell silent. After long and tough negotiations and protests we had to stop the operations. Luckily Alte Münze in Berlin-Mitte and the Polygon Club in Berlin-Lichtenberg offered us the support to temporarily integrate our program into their own program. In only a few days the most necessary and essential equipment was dismantled at the old location and rebuilt in the transitional locations. This made an almost seamless transition in exile possible. At this point, once again many, many thanks to the operators and the team of the two venues for the fast and extensive help.

In February, we were thus able to continue a large part of our program at the temporary locations and secure the jobs of almost all our employees. A large number of volunteers supported our team in the simultaneous dismantling and removal of the old site in Sonnenallee. A dozen truckloads and the same amount of containers were transported from the site and stored in a short time with the help of our friend and partner HZ-Logistik. We would like to express our heartfelt thanks to everyone who supported us in this difficult task: friends, volunteers and our team.

Negotiations with the owner of our former site on Sonnenallee, S IMMO, on returning to the grounds in form of an interim use or integration into the planned construction project have been suspended until further notice due to the corona pandemic.

Although a new long-term home is in prospect and is currently in the final stages of coordination. It will require a high level investment to be able to start there. Currently it is not foreseeable when this will be possible anyways.

At the beginning of March, just around a month being in exile: The shock of losing the location had not yet been completely gone and the effects of the quick move were still present. Working procedures and processes in the temporary locations, set up at short notice, were not yet fully working, when a massive setback hit us and all other event companies in Berlin - the outbreak of the Corona pandemic. Within a few days, all public events were banned to slow down the spread of the virus, cutting off the source of our income.

It goes without saying that the health of everyone, our guests and our employees has top priority. As players in the events industry, we are aware of the risks of crowds, which is why we worked on protective actions as soon as the virus broke out.

The associated economic consequences of the restrictions are a considerable financial threat for us. The dissolution of our old location and the move into exile already caused a huge amount of costs.

We as a cultural institution are not primarily geared towards maximising profits. The broad range of programmes, which tries to involve as many different actors and projects of the scene as possible, results in the circumstance, that economically successful events have to cross-finance smaller niche programmes, otherwise diverse culture would not be possible.

Without the continuation of our program it is not possible for us to cover our running costs.

After we were left alone with the consequences of the bans by the authorities, a task force was formed among Berlin's clubs and cultural venues and through the impetus of the Berlin Clubcommission, which works for the interests of the venues. In quick and close coordination meetings first actions could be tackled jointly. The result, an online platform under the motto "United We Stream", was created in just a few days to broadcast the clubs' Berlin cultural programme live on the Internet. So it became possible to continue without gathering audience physically. An appeal for donations launched at the same time was intended to provide first support for the coming uncertain and hard weeks. This would not have been possible without the solidarity of the club operators and their teams, as well as the commitment of the Clubcommission and the voluntary work of organisations such as Reclaim Club Culture. A huge thank you to all helpers who have done so much in just a few days!

As we are now operating in uncertainty for an indefinite period of time due to the Corona pandemic and have no possibility to continue with our cultural and event programme, we are running out of financial reserves. We can no longer cover the running costs for staff, rent, storage and the construction and expansion of our new facilities from our own resources. The survival of Griessmuehle, Latitude Record Store and the associated jobs is hanging on a thread.

We will try and do everything in our power to get our company through this crisis as unscathed and loss-free as possible. We are facing this situation with open eyes and have to admit that we will not be able to do it on our own. We are therefore dependent on immediate financial help. Thanks to the support of long-time companions, organizers and promoters and from the dissolution of our former location we collected a variety of goodies, which we offer for a fee on our project page on Startnext. We ask all sympathizers, friends and guests to help us through this uncertain time and to support us with a financial contribution - we will thank you forever!

Griessmuehle-AlteMuenze
Helfer in der Not: Das Team der Alten Münze empfängt die Griessmuehle. 
Joining forces: The team of Alte Münze welcomes Griessmuehle.

GRIESSMUEHLE IM EXIL

Pressemitteilung
Berlin, 29.01.2020

Fast 48 Stunden lang haben wir von Sonntag bis in den frühen Dienstagmorgen die schöne Zeit der vergangenen fast neun Jahre in unserer geliebten Griessmuehle gefeiert – zusammen mit unseren Freunden, die diesen Ort zu unserem Zuhause gemacht haben. Vielen, vielen Dank ans ganze Team der Griessmuehle, an alle Djs, Veranstalter*innen, treuen Wegbegleiter*innen und lieben Gäste. Das war leider vorerst unsere letzte eigene Clubnacht in der Griessmuehle.

Erfreulicherweise kam es letzte Woche zu Gesprächen mit dem Verwalter und Eigentümer des Geländes der Sonnenallee 221 und uns. Dabei wurde einvernehmlich vertraglich festgehalten, dass wir zum 03. Februar 2020 unsere jetzige Heimat erst einmal verlassen, um den Baustart des Eigentümers nicht zu verzögern. Somit bleibt uns, den Veranstaltern und der Community der Cocktail d'Amore das kommende Wochenende für die vorerst letzte Ausgabe der Partyreihe in einer XXL Version von Freitag bis Montag. Nach fünf Jahren in der Griessmuehle kann sich die „Cocktail“ hiermit gebührend verabschieden. Am Montagmorgen, den 03. Februar 2020 verstummen unsere Lautsprecher in der Griessmuehle für ungewisse Zeit.

Die Clubcommission wird sich als Moderator und Vermittler zwischen dem Eigentümer und den Betreibern der Griessmuehle für eine weitere Zwischen- und Nachnutzung einbringen. Im Verlauf der nächsten Wochen steht die Clubcommission beratend zur Seite, um einen Prozess zu gestalten, mit dem Ziel, ein nachhaltiges Konzept und Betreibermodell zu entwickeln.

Im letzten Monat haben wir nicht nur um den Erhalt unserer Griessmuehle gekämpft, sondern ebenso um den Fortbestand unseres vielfältigen Kulturprogramms. Wir sind über alle Maßen glücklich, dass die Berliner Kulturstätten untereinander solidarisch zusammenhalten und wir somit bekannt geben können, dass unser Kulturprogramm zu großen Teilen in das Programm der Alten Münze vorübergehend integriert werden darf. Unsere Mittwochs- und Donnerstagsveranstaltungen fnden erstmal im Polygon Club Unterschlupf und starten bereits diese Woche an neuer Stelle. Die Griessmuehle bedankt sich ausdrücklich bei den Bezirken Mitte und Lichtenberg für die wertvolle Unterstützung.

Ab dem 07. Februar 2020 haben die Wochenendveranstaltungen sowie Kino und Poetry Slam für zwei Monate ihr Zuhause in der Alten Münze. Eine neue Bleibe für unseren Plattenladen Latitude Record Store, der sich ebenfalls auf unserem Gelände befndet, ist bereits in Aussicht. Das benachbarte Bistro CC Neukölln wird in der aktuellen Form nicht weiterbestehen. Wir entwickeln jedoch bereits seit vergangenem Jahr ein neues gastronomisches Projekt in Neukölln, das voraussichtlich im Frühjahr eröffnen wird.

Der Parlamentsbeschluss des Abgeordnetenhauses, in dem sich der Kulturausschuss Anfang letzter Woche einstimmig mit den Stimmen von SPD, CDU, Grüne und Linke erstmalig konkret für den Erhalt eines Clubs ausgesprochen hat, ist ein starkes Signal der Unterstützung für die Griessmuehle. Wir hoffen, dass auch der Senat an den Gesprächen mit dem Eigentümer festhält, damit wir mit der Griessmuehle an unseren Standort zurückkehren können oder uns notfalls bei der Findung einer geeigneten Alternative unterstützt.

Trotzdem ist noch längst nicht alles erreicht, denn wir sind mit der ungewissen Situation um den Ver- bleib nicht allein. Die grundlegende Problematik des fehlenden Schutzes von Kulturstätten bleibt die Hauptursache für Verdrängung. Daher wollen wir in Zukunft weiter für Bestandsschutz und die Aner- kennung der Clubs als Kulturstätten kämpfen und bitten alle Unterstützer*innen weiterhin unsere Pe- tition zu unterschreiben und zu teilen. Mittlerweile haben sich über 48.000 Menschen unseren Forde- rungen angeschlossen. Gemeinsam mit anderen bedrohten Standorten und der Clubcommission wollen wir weiterhin Aufmerksamkeit erregen und die Kampagne, die wir unter dem Hashtag #saveourspaces gestartet haben, medienwirksam ausbauen.

Übersicht der Exil-Veranstaltungsorte:

ab 29.01.2020:
Griessmuehle im Exil @ Polygon Club
Mittwochs- und Donnerstagsveranstaltungen
Wiesenweg 1-4, 10365 Berlin

Website

ab 07.02.2020:
Griessmuehle im Exil @ Alte Münze
Wochenendveranstaltungen, sowie Kino- und Poetry-Veranstaltungen Molkenmarkt 2, 10179 Berlin
Website

GRIESSMUEHLE IN EXILE

Press release
Berlin, 29th January 2020

For almost 48 hours from Sunday to early Tuesday morning we celebrated almost nine awesome years at our lovely location in Neukölln together with our friends that made this place our home. A huge Thank You to the whole team of Griessmuehle, to all DJs, organizers, loyal companions and lovely guests. Unfortunately, this was our last club night at Griessmuehle for now.

Last week we had a meeting with the manager and owner of the area of Sonnenallee 221. It was contractually agreed that we will leave our current home on 3rd February 2020 in order not to delay the start of construction by the owner. This means, we , the organizers and the community of the Cocktail d'Amore can have the last edition of the party series in an XXL version from Friday to Monday. After fve years at Griessmuehle, the "Cocktail" can give it's farewell. On Monday morning, 3rd February 2020, our speakers at Griessmuehle will fall silent for an uncertain time.

The Clubcommission will act as moderator and mediator between S IMMO and the operators of Griessmuehle for further interim and post-operational use, and will provide advice over the course of the next week to help shape a process with the aim of developing a sustainable concept and operation model.

Last month we not only took actions for the preservation of Griessmuehle, but also for the continuation of our diverse cultural programme. We are very happy that Berlin's cultural sites are united in solidarity with each other and that we can therefore announce that our cultural programme may be temporarily integrated into the programme of Alte Münze. Our Wednesday and Thursday events will fnd shelter at Polygon Club for the time being and start already this week at the new location. Griessmuehle expressly thanks the districts of Mitte and Lichtenberg for their valuable support.

From 7th February 2020, the weekend events as well as the cinema and poetry slam will have their home at Alte Münze for two months. A new home for our Latitude Record Store, which is also located on our premises, is already in prospect. The neighbouring Bistro CC Neukölln will no longer exist in its current form. However, since last year we have been developing a new gastronomic project in Neukölln, which is expected to open in spring.

At the beginning of last week the Culture Committee of the Berlin Abgeordnetenhaus unanimously declared itself with the votes of SPD, CDU, Grüne and Linke for the frst time ever concretely in favour of retaining a club. This parliamentary resolution is a strong signal of support for Griessmuehle. We hope that the Senate will also continue its talks with the owner so that we can return with Griessmuehle to our site or, if necessary, support us in fnding a suitable alternative.

Nevertheless, not everything has been achieved yet, because we are not alone with the uncertain si- tuation to probably make way. The fundamental problem of the lack of protection of cultural sites remains the main cause of displacement. Therefore, we want to continue to fght for the protection of the club's existence and the recognition of the clubs as cultural sites and ask all supporters to conti- nue to sign and share our petition. In the meantime more than 48,000 people have joined our deman- ds. Together with other threatened sites and the Clubcommission, we want to continue to raise awa- reness and expand the campaign we started under the hashtag #saveourspaces in a media-effective manner.

Overview of the exile event locations:

from 29th January 2020:
Griessmuehle in Exile @ Polygon Club
Wednesday and Thursday events
Wiesenweg 1-4, 10365 Berlin
Website

from 07th February 2020:
Griessmuehle in Exile @ Alte Münze
Weekend events, as well as cinema screenings and poetry slams
Molkenmarkt 2, 10179 Berlin
Website

Gespräche zu bedrohtem Club in Neukölln S IMMO: Clubkultur langfristig am Standort wünschenswert

Pressemitteilung der Clubcommission
Berlin, 22.01.2020
(English version below) 

In den vergangenen zwei Tagen fanden Treffen statt zwischen Robert Neumüller, Geschäftsführer der S IMMO Germany GmbH, David Ciura, Geschäftsführer der Griessmuehle, Staatssekretär Christian Rickerts, der Abgeordnete von Bündnis90/Grüne Georg Kössler, sowie Lutz Leichsenring und Sascha Disselkamp, Vertreter des Geschäftsführenden Vorstands der Clubcommission Berlin e.V., um über die Zukunft des Clubs Griessmuehle auf dem Areal der Sonnenallee 221 in Berlin-Neukölln zu sprechen.

Der Kulturausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses hatte Anfang der Woche einstimmig mit den Stimmen von SPD-Fraktion Berlin, CDU-Fraktion Berlin, Grüne Fraktion Berlin und DIE LINKE. Berlin, einen Antrag zur Griessmuehle beschlossen. Es war damit das erste Mal, dass das Berliner Abgeordnetenhaus sich für den Erhalt eines Clubs durch Parlamentsbeschluss ausspricht.

Auch bei den Gesprächen mit den Eigentümern des Areals, der S IMMO Germany GmbH, auf dem der Club seit fast 10 Jahren besteht, bekräftigten alle Beteiligten, dass eine lebendige Clubkultur zum Markenkern Berlins gehöre und geprüft werden soll, ob perspektivisch ein clubkultureller Betrieb auf dem Gelände gehalten werden kann.

Als Ergebnis der Gespräche wurde schriftlich vereinbart, dass die Gespräche konstruktiv und freundlich verliefen. Da allerdings mit den Baumaßnahmen begonnen wird, könne ein weiterer Clubbetrieb ab Februar nicht mehr stattfinden. Obwohl bereits Bauvormaßnahmen getroffen wurden, sicherte die S IMMO aber vorbehaltlich der Zustimmung des derzeitigen Hauptmieters zu, dass eine Abschiedsveranstaltung bis zum 3. Februar gestattet sowie der Zeitraum für eine Räumung bis Mitte Februar verlängert wird.

Die S IMMO bestätigte zudem, dass sie eine künftige Entwicklung auf dem Gelände zu Veranstaltungs-, Gastronomie- und Clubflächen gemeinsam mit der Clubcommission prüfen möchte und dafür an einem Partizipationsworkshop teilnehmen werde. Die S IMMO begrüße dabei ausgesprochen, wenn ein clubkultureller Betrieb Bestandteil des zukünftig entwickelten Areals sein könnte. Auch wurde von der S IMMO in Aussicht gestellt zu prüfen, ob bereits während der Hochbauphase eine Zwischennutzung einer Freifläche auf dem Areal möglich sein kann. „Wir können uns auch vorstellen, dass bereits während der Bauphase in den nächsten Jahren ein temporärer Ort auf dem Gelände geschaffen wird, der dem Neuköllner Geist entspricht.“, so Neumüller.

Die Clubcommission wird sich als Moderator und Vermittler zwischen der S IMMO und den Betreibern der Griessmuehle für eine weitere Zwischen- und Nachnutzung einbringen, sowie im Verlauf der nächsten Woche beratend zu Seite stehen, um einen Prozess zu gestalten, mit dem Ziel, ein nachhaltiges Konzept und Betreibermodell zu entwickeln.

Zudem konnte die Griessmuehle kurzfristig ab Februar eine Zwischenlösung an einem anderen Standort schaffen, um mit ihrem bereits gebuchten und angekündigten Programm für die nächsten Wochen „ins Exil“ gehen zu können.

Pressekontakt Clubcommission:
Lutz Leichsenring / Mail: presse@clubcommission.de

Talks on threatened club in Neukölln
S IMMO: Club culture desirable in the long term at the location

Press release by Clubcommission
Berlin, January 22nd 2020

Over the past two days, meetings took place between Robert Neumüller, Managing Director of S IMMO Germany GmbH, David Ciura, Managing Director of Griessmuehle, State Secretary Christian Rickerts, Member of Parliament of Bündnis90/Grüne Georg Kössler, as well as Lutz Leichsenring and Sascha Disselkamp, representative of the Managing Board of Clubcommission Berlin e.V., to talk about the future of the Griessmuehle Club on the grounds of Sonnenallee 221 in Berlin-Neukölln.

At the beginning of the week, the Culture Committee of the Berlin Abgeordnetenhaus decided unanimously with the votes of SPD parliamentary group Berlin, CDU parliamentary group Berlin, Green parliamentary group Berlin and DIE LINKE. Berlin, on a proposal dealing with Griessmuehle. This was the first time the Berlin Abgeordnetenhaus declared itself in favour of retaining a club by parliamentary resolution.

During talks with the owners of the site, S IMMO Germany GmbH, where the club has existed for almost 10 years, all those involved confirmed that a lively club culture is part of the brand essence of Berlin and that it should be examined whether a club cultural operation can be kept on the site in the future.

As a result of the discussions, it was agreed in writing that the talks were constructive and friendly. However, as construction work is now underway, it was agreed that no further club operations could take place after February. Although preliminary construction work have already been taken, S IMMO assured, subject to the approval of the current main tenant, that a farewell event would be permitted until 3rd February and the period for eviction would be extended until mid-February.

The S IMMO also confirmed that it would like to examine a future development of event, catering and club areas on the site together with the Clubcommission and would therefore participate in a workshop. S IMMO would be very pleased if a club cultural operation could be part of the future developed area. S IMMO also held out the prospect of examining whether it might be possible to make interim use of an open space on the site during the building construction phase. "We can also imagine that during the construction phase in the next few years a temporary location will be created on the site that reflects the Neukölln spirit," said Neumüller.

The Clubcommission will act as moderator and mediator between S IMMO and the operators of Griessmuehle for further interim and post-operational use, and will provide advice over the course of the next week to help shape a process with the aim of developing a sustainable concept and operation model.

In addition, Griessmuehle was able to find an interim solution at another location at short notice from February onwards in order to be able to "go into exile" for the next few weeks with its already booked and announced programme.

Press contact Clubcommission:
Lutz Leichsenring / Mail: presse@clubcommission.de

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#SAVEGRIESSMUEHLE
KUNDGEBUNG, MI 22.01.20

Berlin, 20.01.2020
(English version below) 

Das Team der Griessmuehle lädt alle ihre Freund*innen und Sympathisant*innen zu einer friedlichen Kundgebung am

Mittwoch, den 22. Januar um 15:30 Uhr
vor dem Rathaus Neukölln
(Karl-Marx-Straße / Ecke Erkstraße)

Die Griessmuehle ist akut bedroht. Zum 31. Januar hat der Eigentümer (die SIAG Property II GmbH) durch den Verwalter (S IMMO Germany GmbH) den Vertrag auslaufen lassen. Wir brauchen Eure Unterstützung!

Wir freuen uns über die Unterstützung der Politik in Neukölln. Nichtsdestotrotz wollen wir die Gelegenheit nutzen, während drinnen die Bezirksverordnetenversammlung tagt, draußen friedlich unsere Forderungen deutlich zu machen:

Forderungen an die SIAG Property II GmbH und die S IMMO Germany GmbH:

  • Kontaktaufnahme und Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Eigentümer und uns
  • Transparentes und faires Verkaufsverfahren – Berücksichtigung unserer Investoren
  • Verlängerung des Mietvertrags bis Baustart, bzw. bis es eine Alternative gibt

Forderung an die Politik: 

  • Bestandsschutz bestehender Clubs und Berücksichtigung von Clubstandorten in Bebauungsplänen bis 2030
  • Anerkennung der Clubs als Kulturstätten
  • langfristige innerstädtische Alternativen für bedrohte Standorte

Redner*innen: 

  • 15:45 Lutz Leichsenring (clubcommission)
  • 16:00 David Ciura (Griessmuehle)
  • 16:15 Martin Hikel (SPD, Bezirksbürgermeister Neukölln)
  • 16:30 Falko Liecke (CDU, stellv. Bezirksbürgermeister Neukölln)
  • 16:45 Georg Kössler (Grüne, MdA, Clubpolitischer Sprecher)
  • 17:00 Dr. Christine Eichel (Journalistin und Schriftstellerin)
  • 17:15 Florian Filtzinger (Berliner CSD e.V.)
  • 17:30 Frieder Rock (Eine für Alle eG i.G.)
  • 17:45 Bürgerinitiative Pro Griessmuehle
  • 18:00 Anne Helm (Linke, MdA)
  • 18:15 Jan-Henrik Scheper-Stuke (Auerbach)
200122_SOS_BVV_Flyerposter_EN

#SAVEGRIESSMUEHLE
SUPPORT DEMO, WED JAN 22nd 2020

Berlin, January 20th 2020

The Griessmuehle team invites all its friends and supporters to a peaceful demonstration on

Wednesday, January 22nd,  3:30 pm 
in front of town hall Neukölln
(Karl-Marx-Straße / Erkstraße)

Griessmuehle is severely threatened to close it's doors on January 31st, as the rental contract expires. Neither the owner (SIAG Property II GmbH) nor the administrator (S IMMO Germany GmbH) is willing to talk to us. We need your support!

We are very pleased about the support by various politicians in Neukölln. Nevertheless, we want to take the opportunity to peacefully make our demands clear, while the "Bezirksverordnetenversammlung" (district assembly) is meeting inside the town hall:

Demands on SIAG Property II GmbH and S IMMO Germany GmbH:

  • Contact and communication on equal footing between the owner and us
  • Transparent and fair sales procedure - consideration of our investors
  • Extension of the rental contract until the start of construction, or until there is an alternative solution

Demands on politicians:

  • The protection of existing clubs and consideration of club locations in development plans until 2030
  • Recognition of clubs as cultural institutions
  • Long-term inner-city alternatives for threatened sites 

Speaker: 

  • 3:45pm Lutz Leichsenring (clubcommission)
  • 4:00pm David Ciura (Griessmuehle)
  • 4:15pm Martin Hikel (SPD, Mayor of Neukölln)
  • 4:30pm Falko Liecke (CDU, Deputy Mayor of Neukölln)
  • 4:45pm Georg Kössler (Grüne, MdA, club political speaker)
  • 5:00pm Dr. Christine Eichel (journalist and writer)
  • 5:15pm Florian Filtzinger (Berliner CSD e.V.)
  • 5:30pm Frieder Rock (Eine für Alle eG i.G.)
  • 5:45pm Bürgerinitiative Pro Griessmuehle
  • 6:00pm Anne Helm (Linke, MdA)
  • 6:15pm Jan-Henrik Scheper-Stuke (Auerbach)
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Stellungnahme und Aufruf zur Unterzeichnung unserer Petition

Berlin, 15.01.2020
(English version below)

Wir möchten uns zu allererst für die überwältigende Unterstützung bedanken, die uns in den letzten zwei Wochen seit unserem ersten Hilferuf erreicht hat. Die Zeit war sehr turbulent und emotional – da war uns dieser Rückhalt eine große Stütze und der Antrieb nicht aufzugeben!

Am 30.12.2019 haben wir uns mit einem offenen Appell an die Stadt gewandt, um auf die nicht enden wollende Schließungswelle der Clubs im Stadtgebiet aufmerksam zu machen.

Nach allen Gerüchten und Medienberichten, die in den letzten Wochen kursierten, müssen wir nun bestätigen:

Unser Mietvertrag läuft zum 31.01.2020 aus.

Vor vier Jahren kaufte die SIAG Property II GmbH das Grundstück Sonnenallee 221, um das Gelände neu zu entwickeln. Anschließend folgten befristete Mietverträge im Abstand von sechs Monaten. Anfang November 2019 wurde die Baugenehmigung für das Grundstück erteilt. Der aktuelle Eigentümer möchte das Gelände nun zügig weiterverkaufen.

Ein neuer Eigentümer ist bisher noch nicht bekannt, sodass es auch keine Möglichkeit gibt, einen Verbleib zu verhandeln. Mehrere Investoren, die uns einen Weiterbetrieb für die nächsten sieben bis zehn Jahre zusichern würden, haben sich bereits im September 2019 an die S IMMO Germany GmbH (zuständiger Verwalter) gewandt, wurden bisher jedoch nicht berücksichtigt.

Alle Gesprächsversuche die S IMMO oder die SIAG an einen Tisch zu bekommen sind bisher gescheitert. Der über acht Jahre aufgebaute Kulturstandort muss somit neuen Gewerbeeinheiten weichen. Weiterhin versuchen wir gemeinsam mit dem Bezirk, der Wirtschaftsförderung, der Clubcommission und dem Kultursenator die Eigentümer zu einem Gespräch zu bewegen, denn auch uns kann man auf Augenhöhe begegnen. Wir sind nicht nur ein Club, sondern übernehmen auch soziale Verantwortung für den Bezirk und die Menschen, die hier in Berlin-Neukölln leben.

Um den Eigentümer zum Einlenken zu bewegen mit uns zu kommunizieren, haben wir unsere konkreten Forderungen an die SIAG Property II GmbH und die S IMMO Germany GmbH in einer Petition verfasst, die wir alle Unterstützer bitten zu unterschreiben:

  • Kontaktaufnahme und Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Eigentümer und uns
  • Transparentes und faires Verkaufsverfahren – Berücksichtigung unserer Investoren
  • Verlängerung des Mietvertrags bis Baustart, bzw. bis es eine Alternative gibt

Mit der drohenden Verdrängung durch Neubauten sind wir nicht alleine. Auch andere Kulturstandorte Berlins müssen derzeit dagegen ankämpfen. Dieser Umstand lässt sich auf den fehlenden Schutz zurückführen, den Clubs eigentlich erhalten müssten. Denn sie sind weit mehr als nur Orte zum Feiern.

Daher lauten unsere konkreten Forderungen an die Politik:

  • Bestandsschutz bestehender Clubs und Berücksichtigung von Clubstandorten in Bebauungsplänen bis 2030
  • Anerkennung der Clubs als Kulturstätten
  • langfristige innerstädtische Alternativen für bedrohte Standorte

Statement and appeal to sign our petition

Berlin, January 15, 2020

First of all, we would like to thank you for the overwhelming support we have received in the last two weeks since our first call for help. We have been through a very turbulent and emotional period - this support has made us look to the future and given us the push not to give up!

On December 30, 2019 we made an open appeal to the city to draw attention to the increasing amount of club closures in Berlin.

After all the rumours and media reports that have been circulating in recent weeks, we can now confirm:

Our rental contract expires on January 31, 2020.

Four years ago, SIAG Property II GmbH bought the property at Sonnenallee 221 in order to redevelop the site. This was followed by fixed-term leases at six-month intervals. At the beginning of November 2019, the building permit for the property was granted, and the current owner would now like to quickly resell the site.

A new owner has not yet been found, so there is no possibility of negotiating a continuance. Several investors who would guarantee us continued operation for the next seven to ten years have already contacted S IMMO Germany GmbH (which oversees the property) in September of 2019, but have not yet been considered.

All attempts to get S IMMO or SIAG to agree to talks have failed thus far. This means that the cultural site, which has been developed over the past eight years, must now make space for new commercial building units. Together with the district authorities, the economic development agency, the Club Commission and Berlin’s senator responsible for culture, we have tried to get the owners to talk to us on an equal footing. We are more than just a place to party – we see ourselves as having a social responsibility for the district and for the people who live here, in Berlin-Neukölln.

To get the owner to give in and finally communicate with us, we have written concrete demands to SIAG Property II GmbH and S IMMO Germany GmbH in a petition, which we ask all supporters to sign:

  • Contact and communication on equal footing between the owner and us
  • Transparent and fair sales procedure - consideration of our investors
  • Extension of the rental contract until the start of construction, or until there is an alternative solution

We are not alone in facing the threat of displacement by new buildings. Other cultural sites in Berlin are also having to fight against this, because clubs lack the protection they deserve. They all contribute to Berlin's culture.

These are our concrete demands to politicians:

  • The protection of existing clubs and consideration of club locations in development plans until 2030
  • Recognition of clubs as cultural institutions
  • Long-term inner-city alternatives for threatened sites

BERLIN, DON’T BREAK OUR HEARTS

We love Berlin and it‘s unlimited freedom. The freedom to be and to do whatever you want. There are many places that enable that freedom, especially in the city’s world-renowned nightlife.

Clubs stand for more than just for partying. They are places to unfold – for various people, for their orientation, their believes, dreams and wishes – for their culture. This is why so many people love Berlin.

But these places are in danger. We are in danger. It’s time to respect the clubs as they are, to acknowledge our cultural contribution and to give us a permanent place to exist.

We will spread more info in early 2020.
#savegriessmuehle

 

We would like to thank all our longtime friends, supporters and partners and special thanks to 

1UP
Tranzept
pyrolabs.berlin
BPitch
Clubcommission Berlin
Bezirksamt Neukölln
Martin Hikel, SPD, Bezirksbürgermeister Neukölln
Falko Liecke, CDU, stellv. Bezirksbürgermeister Neukölln
Klaus Lederer, Linke, Kultursenator
Ramona Pop, Grüne, Wirtschaftssenatorin
Christian Goiny, CDU, MdA, medienpolitischer Sprecher
Karin Korte, SPD, Stadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport
Georg Kössler, Grüne, MdA, Clubpolitischer Sprecher

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